Seenotretter im Einsatz für verletzten Seemann auf Baggerschiff

Die Seenotretter haben am Montagnachmittag, 22. August 2022, auf der Nordsee einen verletzten Seemann von Bord eines Hopperbaggers abgeborgen*. Nach einem Sturz klagte er über starke Schmerzen im Bein. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes SECRETARIUS/Station Langeoog der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte ihn sicher an Land.

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Ein Baggerschiff in Fahrt

Die Seenotretter nähern sich mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS der DGzRS dem Baggerschiff „Magni R“, um einen verletzten Seemann zu übernehmen.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Bei Arbeiten auf dem Laderaumsaugbaggerschiff „Magni R“ (Flagge: Dänemark) stürzte ein 35-jähriger Seemann ins Wasser. Er verfing sich dabei mit einem Bein in einer Leine. Dennoch gelang es ihm, selbstständig wieder an Bord zu klettern. Anschließend klagte der vollkommen durchnässte Mann über starke Schmerzen im Bein. Er benötigte dringend medizinische Hilfe.

Da sich das Baggerschiff zu diesem Zeitpunkt wenige Seemeilen nördlich von Langeoog befand, schickte die gegen 14.45 Uhr alarmierte, von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, die freiwilligen Seenotretter der Nordseeinsel in den Einsatz. Als sie mit dem gut zehn Meter langen Seenotrettungsboot SECRETARIUS den rund 75 Meter langen Hopperbagger erreichten und bei ihm längsseits gingen, war der polnische Seemann an Bord bereits mit trockener Kleidung und wärmenden Decken versorgt worden.

Zunächst stieg ein Rettungsmann auf das Schiff über und versorgte den Patienten medizinisch. Anschließend unterstützten Besatzungsmitglieder des Hopperbaggers die Seenotretter dabei, den Patienten bei moderaten Seegangsverhältnissen und einer schwachen Brise aus Nordost auf das Seenotrettungsboot zu übernehmen. Während der Fahrt ans Festland kümmerten sich die Seenotretter weiter um den Seemann. In Bensersiel übergaben sie den Verletzten an den Landrettungsdienst, der ihn in ein nahegelegenes Krankenhaus brachte.

*seemannschaftlich für „in Sicherheit bringen“

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