Motorboot in der Elbmündung gesunken –

Seenotretter befreien vier Menschen aus Lebensgefahr. Ein abendlicher Ausflug von vier Männern in der Elbmündung ist in der Nacht zu Freitag, 14. Mai , an Bord eines Seenotrettungskreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu Ende gegangen.: Das Motorboot der Männer hatte aus noch ungeklärter Ursache Wassereinbruch erlitten und ist gesunken. Die Seenotretter der Station Cuxhaven befreiten die Männer aus Lebensgefahr.

Mit dem Tochterboot MATHIAS des Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER/DGzRS-Station Cuxhaven haben die Seenotretter die vierköpfige Besatzung eines Motorbootes aus Lebensgefahr befreit. Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 22 Uhr rief die vierköpfige Besatzung eines acht Meter langen Motorbootes über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Not- und Anruf-Kanal 16 die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC= Maritime Rescue Co-Ordination Centre) der DGzRS um Hilfe: Die Männer, allesamt im Alter um 70 Jahre, meldeten den Totalausfall der Maschine. Ihr Boot trieb manövrierunfähig auf der Unterelbe zwischen Altenbruch und Otterndorf.

Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierten sofort den Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER der DGzRS-Station Cuxhaven. Aufgrund der geringen Entfernung von rund fünf Seemeilen (etwa neun Kilometern) zum Havaristen und des vor Ort zu erwartenden geringen Wasserstands übernahm das Tochterboot MATHIAS den Einsatz. Mit ihm erreichten die Seenotretter wenig später das Sportboot. 

Sie nahmen den Havaristen auf den Haken und schleppten ihn Richtung Cuxhaven. Während der Schleppreise bemerkten die vier Männer an Bord des Motorbootes starken Wassereinbruch. Schnell begann ihr Boot zu sinken. Die Seenotretter zögerten keine Sekunde: Schnell übernahmen sie die Männer auf die MATHIAS. Einer der Schiffbrüchigen hatte sich allerdings mit einem Fuß unglücklich am untergehenden Boot verfangen. Er drohte, mit in die Tiefe gezogen zu werden. Der Mann trieb bereits vollständig im nur zehn Grad Celsius kalten Wasser. In buchstäblich letzter Minute konnte er sich befreien. Die Seenotretter nahmen auch ihn ebenfalls glücklich an Bord.

Auf der MATHIAS untersuchten die Rettungsmänner den Schiffbrüchigen medizinisch – glücklicherweise hatte er sich weder verletzt noch war er unterkühlt. Er erhielt trockene Kleidung, und die Seenotretter versorgten alle vier Geretteten mit wärmenden Getränken. Abgesehen von einem gehörigen Schrecken blieben alle vier Männer unverletzt.

Die Wasserschutzpolizei Cuxhaven hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Das untergegangene Sportboot liegt außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Daher stellt es für die Schifffahrt keine Gefahr dar. Es soll in den kommenden Tagen geborgen werden.

Zum Unglückszeitpunkt herrschten Windstärken von vier Beaufort (bis zu 30 km/h) aus Nordnordost.

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