Einsätze an Heiligabend: Seenotretter helfen verletztem Lotsen und erkranktem Matrosen

Seenotretter kennen keine Weihnachtsruhe: Die Freiwilligen der Station Horumersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben Heiligabend-Vormittag, 24. Dezember 2021, einen verletzten Lotsen sicher zur weiteren medizinischen Versorgung an Land gebracht. Etwa zur gleichen Zeit war die Besatzung des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER/derzeit Station Bremerhaven im Einsatz für einen erkrankten Matrosen an Bord eines Frachters auf der Weser. 

Kontakt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 presse@seenotretter.de

 0421 53 707 610

Seenotrettungsboot der DGzRS auf der Nordsee

Das Seenotrettungsboot WOLFANG PAUL LORENZ der DGzRS-Station Horumersiel unterwegs auf der Nordsee

Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 9 Uhr meldete sich das Lotsenstationsschiff „Weser“ bei der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-Ordination Centre) der DGzRS. Beim Übersteigen von einem Containerschiff auf ein Lotsenversetzboot hatte sich ein Lotse am Kopf verletzt. Deshalb sollte der Mann zur medizinischen Versorgung an Land gebracht werden. Das Stationsschiff befand sich zur Unfallzeit in seinem Einsatzgebiet in der äußeren Wesermündung.

Bereits wenige Minuten nach seiner Alarmierung verließ das Seenotrettungsboot WOLFGANG PAUL LORENZ die Freiwilligen-Station Horumersiel. Rund vier Seemeilen (ca. 7,5 Kilometer) nördlich der Insel Wangerooge trafen sich das rund 61 Meter lange Stationsschiff und das gut zehn Meter lange Seenotrettungsboot. Wegen der hohen Bordwände der „Weser“ stieg der verletzte Lotse zunächst auf ein kleines Lotsenversetzboot um, bei dem die WOLFGANG PAUL LORENZ längsseits ging. Die Seenotretter übernahmen den Mann und versorgten ihn während der Rückfahrt nach Horumersiel. Dort übergaben sie ihn zur weiteren Behandlung an den Landrettungsdienst.

Währenddessen, gegen 10 Uhr, ging ein weiterer medizinischer Notruf in der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS ein: Ein Matrose an Bord eines russischen Frachtschiffes klagte über starke Zahnschmerzen. Der 108 Meter lange Frachter „Viktor Zabelin“ lag zu dieser Zeit in der Wesermündung vor Nordenham-Blexen auf Reede. Der alarmierte Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER, der zurzeit die in Bremerhaven stationierte HERMANN RUDOLF MEYER während ihrer turnusgemäßen Werftzeit vertritt, machte sich auf den kurzen Weg vom eigenen Liegeplatz zum Frachter. An diesem ging die THEO FISCHER längsseits. Die Seenotretter nahmen den Matrosen sowie eine Begleitperson sicher an Bord und brachten beide nach Bremerhaven, wo der erkrankte Seemanns medizinisch versorgt wurde.

Zur Einsatzzeit herrschte ruhiges Wetter mit nur leichten Winden um zwei Beaufort (bis zu ca. 12 km/h) aus Nord.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Cookie-Richtlinien

Wir  nutzen Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Funktion der Webseiten von Liescii.org. 
Die vorhandenen Cookies sind temporär und werden beim Verlassen des Browsers gelöscht. Die Cookies dienen keinem kommerziellen Zweck. Mit dem Klick auf „Akzeptieren“ willigen Sie der Datenerfassung ein. Diese Einwilligung ist freiwillig und gilt für alle Seiten von Liescii.org.  Die Verwendung von Cookies können Sie im Browser ausschalten, haben aber Einfluss auf die Funktionen dieser Seiten.