Vergleiche von Corona-Pandemiezahlen

Immer wieder gibt es die Vergleiche von Pandemiezahlen mit anderen Ländern und da werden dann die Fakten möglichst so hingestellt um daraus irgendwelche Theorien zu belegen, die meistens nicht wirklich stimmen. Das geschieht sogar im ÖRR und erschreckender Weise von aus Zwangsgeldern hochbezahlten Journalisten, die offen erkennbar eine politische Botschaft transportieren wollen. Meisten tun Sie das um einzelnen Parteien gefällig zu sein oder Ihre eigene Meinung zu transportieren. Wir als Bürger erwarten von solchen Leuten, dass sie einen Mindestmaß an journalistischer Qualität an den Tag legen.

Wir haben mal einige Fakten verglichen um einiges geradezurücken. Grundlagen sind die Zahlen von diesem Bericht aus unserem Blog.

https://liescii.org/corona/corona-fallzahlen-europa/

Hier können Sie mit Hilfe von Einstellungen verschiedene Länder und Zeiträume über die ganze Dauer der Pandemie betrachten. Die Zahlen stammen von verschiedenen in den Berichten genannten Quellen und sind in der Regel sehr viel aktueller wie bei den Zahlen des RKI. Wichtig ist dabei die einzig vergleichbare Zahl, die Todesrate. Die Infiziertenzahl und die daraus resultierenden Inzidenzen kann man nur in Kenntnis mit der Testzahl vergleichen, allerdings zeigt uns die Höchstzahl der Inzidenz in der Panademie im Vergleich zu den Toten im gleichen Zeitraum das unterschiedliche Handeln auf und lässt klar die Versäumisse erkennen.

Der erste, immer wieder gerne gemachte Vergleich ist der von Deutschland und Schweden, er wird gerne benutzt um die getroffenen Massnahmen in Deutschland zu konterkarieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Schweden

Dabei soll suggeriert werden, Deutschland habe seine Wirtschaft ruiniert, wobei Schweden dies nicht getan hat. Fakt ist aber, Schweden hat in der zweiten und dritten Welle durchaus ähnliche Maßnahmen wie Deutschland getroffen. Welche dabei intelligenter und besser waren und der Wirtschaft weniger geschadet haben, darüber läßt sich streiten. Fakt aber ist, die Todeszahlen beider Länder sind hoch. Wobei die Schweden zu Anfang in der ersten Welle sehr viele Tote beklagen mussten und man versucht hat die Bevölkerung durch eine Durchseuchung zu immunisieren, während bei uns ein Lockdown die Todeszahlen niedrig gehalten hat. Schweden hatte dadurch in der ersten Welle 5 mal soviel Tote wie Deutschland pro 100.000 Einwohner.

In der Folge und vor der zweiten Welle änderte Schweden seine Strategie und verbot z.B. Versammlungen jeglicher Art von mehr wie 50 Menschen. In Deutschland lag diese Personenhöchstgrenze noch viele Wochen später und in die zweite Welle hinein bei 250, in manchen Bundesländern bei 400. Neben anderer Massnahmen in Schweden haben wir dann durch inkonsquentes und zu langsames Handel stark an Zeit und an Boden verloren und heute ist das Verhältnis der Todeszahlen 1:1,36. Dieses politische Herumgeeiere wirkt übrigens bis zum heutigen Tag und wir führen Debatten über die Schweden, während bei und verschiedene formen des Lockdowns gab, die in unterschiedlichen Ländern auch noch unterschiedlichen Charakter hatten.

Belegt ist das durch die Berichte in Wickipedia, verlinkt unter den jeweiligen Graphiken die das Handeln in den einzelnen Staaten beschreibt und bewerten.

Würden wir heute allerdings die Todesquote von Schweden haben, wären hier ca. 35.000 Menschen mehr gestorben. Das liegt eindeutig an der anfänglichen Durchseuchungsstrategie in Schweden. Hätten wir uns sehr viel früher zu den Massnahmen der ‚Notbremse‘ entschlossen mit den schon im Sommer geltenden Inzidenzgrenzen von 50 und 35, wären mindestens ebensoviel Menschen noch am Leben und Wirtschaft weniger beschgädigt. Das faktenbasiert zu ermitteln und aufzuzeigen ist die eigentliche Aufgabe von Journalisten des ÖRR und das sollte sie antreiben.

Nun muss man berücksichtigen, dass Deutschland in seiner geographischen Lage und der Bevölkerungsdichte nicht mit Schweden vergleichbar ist und ein Vergleich daher unzulässig ist. Einträge von anderen Ländern mit hohen Inzidenzen und eine leichtere Verbreitung des Virus durch ein höhere Bevölkerungsdichte sind dabei die maßgeblichen Gründe. Also vergleichen wir mit Schleswig-Holstein wo Verhältnisse ähnlich Schweden zu finden sind, geringere Bevölkerungsdichte und eine lange Küstenlinie ohne Infektionseintrag von Außen.

An den Zahlen hier können wir unschwer erkennen, das der sogenannte schwedische Weg ein Irrweg war und die Schweden viele Menschen verloren haben, die heute noch leben könnten. Aber auch wenn SH die Pandemie strategisch und durchaus im Vergleich zu anderen Bundesländern gut gemanagt hat, hätte man es noch besser machen können. Ein Vergleich mit Norwegen oder Finnland macht das deutlich. Hier wurde besser schneller und konsequenter gehandelt, die Inzidenzen niedrig gehalten und die Todeszahlen ebenfalls. Hier sollten die Journalisten hinschauen und die Politik vor sich hertreiben, statt zu schwafeln, Meinung zu manipulieren und unter den Teppich zu kehren.

https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Finnland
https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Norwegen

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